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Biographie

Deutsche Übersetzung in Arbeit

Biografie – Hélène Bernard

Hélène Bernard, deutsch-französische Malerin und Architektin, beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Oberfläche als Spannungsfeld, Erinnerungsraum und Ort der Verwandlung. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen zeitgenössischer Malerei, Installation und der Auseinandersetzung mit Orten. Sie untersucht die Spuren der Zeit, die Abnutzung und die Eigenart von Räumen.

1962 in Paris geboren, lebt und arbeitet sie heute zwischen Straßburg und dem Auxois in Burgund.

Architektin, später Stadtplanerin, entwickelt sie parallel eine künstlerische Praxis. Dieser verflochtene Werdegang prägt einen zugleich sensiblen und konzeptuellen Ansatz, im ständigen Austausch zwischen der Wahrnehmung von Orten und der Malerei.

Künstlerischer und architektonischer Werdegang

Ankunft in Berlin 1986: Hélène Bernard entdeckt eine noch geteilte Stadt, geprägt von städtebaulichen Brüchen und architektonischen Veränderungen. Diese Erfahrung beeinflusst ihren Blick nachhaltig. Zwischen 1989 und 1990 schärft ihre Mitarbeit bei der denkmalpflegerischen Bestandsaufnahme des Hamburger Bahnhofs ihre Aufmerksamkeit für Oberflächen, Spuren und historische Überlagerungen.

Abschluss als Architecte DPLG 1992 unter der Leitung von Roland Castro: Ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Berlin, Amalgame und Paradoxien“ beschäftigt sich bereits mit Orten im Wandel und damit, wie Geschichte im Raum sichtbar wird.

Umzug nach Prenzlauer Berg: Nach dem Fall der Mauer lebt sie in einem Viertel, das noch deutlich von den Spuren des Krieges geprägt ist. Diese unmittelbare Erfahrung verstärkt ihr Interesse an den Spuren der Vergangenheit und an Abnutzung als Zeichen von Leben. Beide Themen werden zu zentralen Elementen ihrer künstlerischen Arbeit. Zugleich stellt sich in ihrer Arbeit als Architektin eine grundlegende Frage: Wie lassen sich Gebäude erneuern, ohne dabei alle Spuren ihrer Geschichte verschwinden zu lassen?

Entdeckung der Braunkohletagebaue in der Lausitz: Zu Beginn der 2000er-Jahre erweitert sich ihr Blick erneut. Nach den in Berlin beobachteten Fassadenfragmenten nimmt sie nun auf der Ebene der Landschaft freigelegte Schichten, Einschnitte und Abtragungen wahr.

Rückkehr nach Frankreich 2006: Sie lebt zunächst in Rennes, später in Straßburg, und arbeitet als Stadtplanerin – zunächst auf der Ebene der Stadt, später auf regionaler und überregionaler Ebene. Diese Erfahrung vertieft ihre Auseinandersetzung mit der Standardisierung architektonischer Formen und dem zunehmenden Verschwinden der durch Witterung, historische Veränderungen und Nutzung entstandenen Spuren. Damit droht auch die Eigenart der Orte verloren zu gehen.

Berlin – eine kontinuierliche Inspirationsquelle

Hélène Bernard bleibt Berlin eng verbunden und kehrt regelmäßig im Sommer für künstlerische Arbeitsaufenthalte dorthin zurück. Streifzüge durch die Stadt und ihre Umgebung sind Teil dieser Aufenthalte. Orte, geprägt von Geschichte, Nutzung und Veränderung, geben ihrer Arbeit immer wieder neue Impulse.

Ausstellungen – Auswahl

2018 — Salon des Arts Visuels, Paris 11e
2017 — Monsieur Tulasne’s Schuppen, Installation, Place de l’Hôtel de Ville, Lorient
2017 — Traces, Galerie Le Génie de la Bastille, Paris 11e
2012 — Krätzer, Galerie bauchhund salonlabor, Berlin-Neukölln
2010 — Sedimente, Galerie bauchhund salonlabor, Berlin-Neukölln
2003 — Drei Frauenblicke, Trafohaus, Berlin-Prenzlauer Berg
2002 — Collagen, Mischtechniken und Photos, Bremer Höhe, Berlin-Prenzlauer Berg / Ivry-sur-Seine
1998 — Nähe und Distanz, Dunckerstraße, Berlin-Prenzlauer Berg

Vollständige Liste der Ausstellungen

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