
Von der Fläche in den Raum — Installation
Von der Fläche in den Raum — Installation
Deutsche Übersetzung in Bearbeitung
Hütten, Schuppen und selbstgebaute Konstruktionen entziehen sich standardisierten Modellen. Sie entstehen durch fortlaufende Ergänzungen, Reparaturen und Anpassungen. Jede Veränderung hinterlässt eine Spur.
Monsieur Tulasne’s Schuppen war kein spektakuläres Objekt.
Sie war das Ergebnis eines geduldigen Zusammenfügens, eines erfinderischen Umgangs mit dem Vorhandenen und einer persönlichen Ästhetik, die sich im Laufe der Zeit aus den jeweiligen Bedürfnissen heraus entwickelt hatte.
Sie mitten in der Stadt originalgetreu wiederaufzubauen bedeutete, eine bislang im Hintergrund gebliebene Welt in den öffentlichen Raum zu versetzen.
Was mich an diesen veränderten Oberflächen interessiert, ist nicht nur die Erinnerung, die sie bewahren, sondern auch ihre Fähigkeit, unterschiedliche Nutzungen aufzunehmen.
Eine zu glatte Oberfläche verschließt die Vorstellungskraft.
Eine gezeichnete Oberfläche lässt Raum für Projektionen.
Die Spuren schreiben keine eindeutige Geschichte vor.
Sie öffnen einen Raum für Interpretation.
Ein Ort, der solche Aneignungen zulässt, wird zu einem Träger von Emanzipation.
Auch meine Arbeit als Stadtplanerin befasst sich mit dieser Fähigkeit von Orten, Raum für Unterschiede zu bieten: Bedingungen für einen Dialog zu schaffen, statt geschlossene Formen aufzuzwingen.
Die Installation wird so zu einer natürlichen Erweiterung der Malerei: eine in den realen Raum versetzte Oberfläche.
Hütten sind, ebenso wie Städte, niemals abgeschlossen.
Sie entstehen durch fortlaufende Ergänzungen.










