
Die Fläche – ein Raum unter Spannung
Die Fläche – ein Raum unter Spannung
Deutsche Übersetzung in Bearbeitung
EIne Fläche ist niemals bloße Dekoration.
Von der Architektur zur Malerei hat sich mein Blick vom Volumen auf die Oberfläche verlagert.
Abnutzung, Witterung und Gebrauch hinterlassen dort ihre Spuren.
Die Oberfläche ist zugleich Haut und Wand, Schutz und Exponiertsein. Sie wird zu einem Ort des Austauschs — zu einer fragilen Schwelle zwischen dem, was Bestand hat, und dem, was nachgibt.
Sie zieht den Blick an und lädt dazu ein, die unter den sichtbaren Schichten verborgene Geschichte zu erahnen.
In meinen Bildern wirkt die Oberfläche wie eine Membran.
Schrammen, Kratzer und Schichtungen machen die Spannungen zwischen Innen und Außen sichtbar. Schichten lagern sich ab, werden abgetragen und verwandeln sich. Einzelne Bereiche werden abgeschabt, geschliffen und gezielt fragil gemacht.
Jede Spur schreibt einen Rhythmus in die Materie ein.
So zeigt sich die Oberfläche als das, was sie ist:
ein instabiles Gleichgewicht, ein Kräftefeld, in dem die Malerei die Fragilität nicht zu verbergen sucht, sondern sie sichtbar werden lässt.










